Oktober 2017

Indian Summer
Die Jahreszeit mit den vielen bunten Blättern beginnt: das Laub vieler Ahornbäume und -sträucher färbt sich goldgelb über orange bis rot. Auch die Roteiche, der Amberbaum, das Pfaffenhütchen und der wilde Wein zeigen sich von ihrer schönen roten Herbstseite.
Hartriegel zeigen nach dem Laubfall ihre gelben, roten, grünen und schwarzen Triebe.

Laubsauger
Bitte benutzen Sie keine Laubsauger, um Laub aufzusammeln: sie saugen und häckseln nicht nur das Laub, sondern auch jede Menge nützlicher Kleintiere wie Käfer, Spinnen, Asseln, Raupen und Regenwürmer. Die Tiere dienen aber im nächsten Jahr als Nützlinge und sind Nahrung für unsere Vögel, Igel und Amphibien. Überhaupt: das Laub nur auf dem Rasen entfernen. Unter einer Laubschicht könnte sonst der Rasen verfaulen. In Pflanzflächen kann das Laub gut liegen bleiben. Es verrottet und dient der Verbesserung von Bodenstruktur und Vermehrung der Bodenlebewesen. Das wiederum sorgt unter anderem für die Speicherung von Nährstoffen im Boden.

Kräuter
Jetzt ist es auch Zeit für die letzte Ernte unserer Kräuter: Schneiden Sie Rosmarin, Thymian, Oregano und Salbei. Hängen Sie sie zum Trocknen auf oder geben Sie sie in verschlossene Behältnisse im Tiefkühler. Hier bewähren sich wiederverschließbare Beutel. In gefrorenem Zustand lassen sich die Kräuter von Hand zerkleinern. Aber bitte nicht zu viel abschneiden: es besteht sonst die Gefahr von Frostschäden!

Die letzten Kräutertees: Vor den ersten Frösten können Sie noch Pfefferminze, Zitronenmelisse und Salbei zur Teebereitung nutzen.

Kiwis
Kiwis sollten Sie Ende dieses Monats, Anfang November, am besten nach dem ersten Frost, ernten. Die Früchte kühl lagern (kühler Keller oder Kühlschrank bei 1-4 °C. Die gewünschte Verzehrmenge wärmer stellen (ca. 10-15°C). Eins, zwei Äpfel dazulegen. Das verkürzt die Reifezeit.Sobald die Früchte weich werden, können sie gegessen werden.

Totholz
Solange das Laub noch nicht gefallen ist, ist jetzt die rechte Zeit zum Entfernen von Totholz in Sträuchern und Bäumen: noch lässt sich das Totholz gut an Hand der fehlenden Blätter erkennen.

Späte Himbeeren
Alle Triebe sollten jetzt dicht über dem Boden abgeschnitten werden.

Igel
Unsere Igel fressen in der warmen Jahreszeit die verhassten Nacktschnecken. Damit sie sich in unseren Gärten wohl fühlen, eine Ecke einichten, in der ein Stapel mit frischen und alten Zweigen und Laub geschichtet wird.

Umwelt

  • Ich plane gerne standortgerechte Pflanzen. Ich verzichte auch gerne auf den ‚Englischen Rasen‘, der eine Menge Wasser und Dünger benötigt. Ich kann so auch den Pflegeaufwand für das Mähen des Rasens gering halten. Die Pflanzen wie Bäume, Sträucher und Stauden kommen mit wenig Wasser aus und benötigen wenig oder überhaupt keinen Dünger. Giftige Pflanzenschutzmittel gehören der Vergangenheit an.
  • Die von mir eingesetzten LED-Leuchten verbrauchen extrem wenig Licht. Mit dem Stromverbrauch einer herkömmlichen Glühbirne lässt sich oft ein ganzer Garten beleuchten.
  • Meine Mähroboter brauchen wenig Strom und sind sehr leise

Englischer Rasen versus Wiese

Heute wurde der Fertigrasen (Rollrasen) verlegt: vor uns liegt eine saftig grüne Fläche. Kein Unkraut ist zu sehen. Gerne würden wir diesen Zustand für die nächsten Jahre halten. Das erfordert viel Wasser, mineralischen Dünger, Pflanzenschutzmittel und Energie für das häufige Mähen.
Wie sieht das mit Pflanzen und Tieren aus? Der regelmäßig gemähte Rasen trägt wenig Blüten. Damit gibt es wenig Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Bienen, die den Nektar der Blüten benötigen. Das hat wiederum zur Folge, dass Vögel keine Nahrung und auch kein Material für den Nestbau finden.
Somit führt der Englische Rasen zu einer Verarmung unserer Pflanzen- und Tierwelt.
Was wäre die Alternative?
Man verzichtet viel Bewässerung, Dünger und Pflanzenschutzmittel wie z.B. Unkrautvernichter. Ist der Boden sehr lehmhaltig, so bringt man vor dem Verlegen des Rasens viel Sand in den Boden ein und mäht den Rasen später auf eine Höhe von ca. 10 cm.

Mit der Zeit entwickelt sich eine ziemlich trockenheitsresistente Wiese mit vielen Arten von Kräutern und Insekten. Die Vogelwelt freut sich.