November 2017

Obstbaumschnitt

Allgemein

Obstbäume und -sträucher können nach dem Laubfall bis zum Februar bei frostfreiem Wetter gut geschnitten werden. Der Winterschnitt regt das Wachstum wesentlich stärker an als der Sommerschnitt.

Astscheren

Astscheren dienen dem Schneiden von dickeren Ästen bis ca. 5 cm Durchmesser.

Rebscheren (Gartenscheren, Rosenscherten)

verwendet man zum Schneiden von dünnen Trieben. Rebscheren mit Rollgriff verlangen weniger Kraft und erleichtern länger dauernde Schnittarbeiten.

Baumsägen

Es haben sich japanische Handsägen mit gebogenen Klingen bewährt.

Kettensägen

Kettensägen dürfen nur von Fachleuten (z.B. Landschaftsgärtnern) benutzt werden, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen.

Ernte

Hagebutten
Das Mark der Früchte kann nach dem ersten Frost aus der Schale gepresst und roh gegessen werden. Es enthält viel Vitamin C.

Frostschurtz

Stammschutz

Die Temperaturschwankungen im Winter können in der Rinde von Baumstämmen zu Rissen führen. Am besten schützt man die Stämme mit einem Anstrich aus Kalk oder vorgemischten Mixturen aus dem Fachhandel. Je nach Mixtur halten die Anstriche ein oder mehrere Jahre. Die weiße Farbe verhindert das Aufheizen und damit Platzen der Rinde.

Immergrüne Gehölze

brauchen im Winter viel Wasser. Am besten an frostfreien Tagen reichlich gießen.
Schäden im Winter sind bei den immergrünen Pflanzen meist mehr auf Trocken- als auf Frostschäden zurückzuführen.

Pampagras

vor dem Winter zusammenbinden. Das verhindert das Eindringen von Wasser und die Gefährdung durch Fäulnis im Stock.

Überwinterung

Frostgefährdete Pflanzen müssen vor dem Frost ins Haus geholt werden. Gut ist ein heller Platz bei 5-10° C. Ab und zu gießen, damit die Wurzelballen nicht austrocknen. Keinesfalls Staunässe.
Oleander vertragen Temperaturen bis -3°C.

Dahlien

Die Knollen der Dahlien sollten nach dem ersten Frost möglichst an einem frischen, kühlen jedoch frostfreien Platz dunkel gelagert werden. Am besten mit einer Schicht lockerer Erde oder Torf abdecken.

Töpfe

die draußen überwintern sollen, müssen frostfest sein. Grobporiges Material saugt sich mit Wasser voll und zerspringt bei Frost.

Reinigung der Pflanzgefäße

Leere Pflanzgefäße sollten gut gereinigt werden, um Pilzkrankheiten im nächsten Jahr zu vermeiden.

Letzte Maßnahmen vor dem Winter

Rasen

Nach einem warmen Herbst mit spätem Wuchs empfiehlt sich das letzte Mähen auf niedrige 4 cm. Das Laub sollte entfernt werden, um das Faulen des Rasens in der kalten Jahreszeit zu vermeiden.

Gartenteich

Laub und sonstige Pflanzenteile aus dem Gartenteich entfernen.

Blattkrankheiten

Das Laub, das von Mehltau oder Rost befallen ist, sollte für sich aufgenommen und in der Mülltonne entsorgt werden, um weitere Infizierungen in der nächsten Vegetationsphase zu vermeiden.

Stauden

die stehen, stehenlassen als Zierde mit Frostreif oder Schnee, als Schutz für Nützlinge (Kleinlebewesen) und Nahrungsquelle für Vögel.

Wasserleitungen

leerlaufen lassen. Bewässerungsanlagen vom Fachbetrieb entleeren lassen.

Abgeerntete Gemüsebeete

umgraben, damit der Frost im Winter für eine gute Bodengare (Lockerung des Bodens) sorgen kann.

Hochbeete

Jetzt ist eine gute Zeit, um, Hochbeete anzulegen: eine Einfassung aus Holzpaletten oder sägerauen Brettern und Kanthölzern, die in Bodenhülsen gesteckt werden. Auf die Verwendung von Holzschutzmitteln sollte verzichtet werden. Dafür stärkeres Holz verwenden. Die Höhe sollte nach Bequemlichkeit zwischen 60 und 80 cm betragen. Das Beet wird in mehreren Lagen aus von unten nach oben mit Ästen, Zweigen, Staudenresten und Laub gefüllt. Der Einbau von gerbsäurehaltigem Laub wie Nussbaumblättern ist zu vermeiden.  Zum Schluss wird eine ca. 20-30 cm starke Schicht aus möglichst humoser, sonst mit Hornspäne angereicherter Erde aufgetragen.
Im nächsten Frühjahr kommen die Vorteile der Hochbeete zum Tragen:

  • Verbleib der organischen Substanz im Garten
  • Erleichtertes Arbeiten beim Pflanzen, Pflegen und Ernten der Salat- und Gemüsepflanzen
  • Vorgezogenes Wachstum durch höhere Bodentemperatur, gegebenenfalls durch die zusätzliche Verwendung von Folientunneln
  • Optimales Pflanzenwachstum durch den lockeren Boden und die Versorgung mit Nährstoffen
  • Gutes Wasser- und Nährstoffhaltevermögen

Fütterung

Jetzt ist es auch Zeit, an die Fütterung der Vögel zu denken. Der Verbrauch von Acker-, Wald- und Naturflächen führt zu einer schlechten Versorgung der Vögel mit Nahrung im Winter. Daher ist es angebracht, in dieser Zeit für ein zusätzliches Nahrungsangebot zu sorgen. Es ergibt sich hiermit noch ein sekundärer Gewinn: wir können, wenn wir mit Plan vorgehen, für eine Bereicherung unseres Gartens mit vielen Besuchern sorgen. Rechtzeitig eingerichtet kennen die Vögel bereits die Futterkrippen, bevor es richtig kalt wird. Am besten bedient man sich aus dem Angebot des Fachhandels, der artgerechtes Futter und Vogelhäuser bietet.

Bodenuntersuchungen

Jetzt ist es Zeit für Bodenanalysen im Garten. Viele Wuchsprobleme von Pflanzen und Rasenflächen sind auf eine falsche Nährstoffversorgung zurückzuführen. Der Landschaftsgärtner versteht die Aufnahme der Bodenproben und kennt die Labore, die die Proben analysieren und Düngeempfehlungen geben können. Der Landschaftsgärtner wird im nächsten Jahr die Empfehlungen in seine Düngemaßnahmen einfließen lassen.