Holz im Garten

Holz findet im Garten vielfach Verwendung: Terrassen, Pergolen, Carports, Gartenhäuser und Schuppen, Zaunpfähle und Sichtschutz. Holz schafft eine warme Atmosphäre.

Kohlendoioxidspeicher

Holz bindet große Mengen Kohlendioxid. Und das solange, bis es verbrannt oder zersetzt wird. In unseren Wäldern und beim Einsatz als Baustoff werden riesige Mengen Kohlendioxid gebunden.

Natürlicher Holzschutz

Edelkastanien- und Robinienholz, das in Europa wächst, besitzt große Mengen Gerbsäure als natürlichen Fäulnisschutz und widersteht so viele Jahre dem natürlichen Abbau.

Konventioneller Holzschutz aus Kesseldruckimprägnierung

Heute wird ein großer Teil unseres Holzes (vor allem Fichten- und Kiefernholz) mit giftigen Schwermetall enthaltenden Salzen unter Druck imprägniert. So behandelte Hölzer dürfen nach Ihrer Nutzung nicht einfach verbrannt werden, sondern müssen in den Sondermüll.

Im Garten geben die so imprägnierten Hölzer ihre giftige Fracht ab. Oft wird solches Holz auch im Kamin verbrannt und gibt so seine giftigen Stoffe in die Luft ab.

Umweltschonende, neue Imprägnierverfahren

Im Bereich der Terrassenhölzer gibt es heute neue Verfahren:

  • das Thermoholz wird vor seinem Einsatz bei hoher Temperatur haltbar gemacht. So bekommt Buchen- und Eschenholz eine ähnliche Resistenz wie viele Tropenhölzer (Bangkirai etc.).
  • Noch wirksamer ist die Durchtränkung des Holzes (vor Allem günstige Nadelhölzer) mit biologischen Polymeren (Kebony). Es verhindert Nässe, Fäulnisbildung, Insekten und Pilze. Die Entsorgung ist problemlos wie die Entsorgung unbehandelten Holzes. Viele Lieferanten geben eine Garantie gegen Fäulnis von 30 Jahren.

FSC

Sollten Sie sich doch für den Einsatz von Tropenhölzern entscheiden, dann greifen Sie zu mit dem FSC-Siegel versehenes Holz.  Es garantiert die ökologisch und sozial nachhaltige Produktion.

Kletterpflanzen

Viel Farbe auf kleiner Fläche: Den Garten optimal nutzen

Vertikale Gärten liegen im Trend: Die Nutzung von Wänden als zusätzliche
Bepflanzungsfläche bietet die Möglichkeit, Hauswände rundum zu begrünen und zu verschönern. Die Nutzung der dritten Dimension für Pflanzen ist auch ein intelligenter Weg, mehr Grün in Großstädte oder auf kleine Gartenflächen zu bringen. Bei der vertikalen Begrünung mit besonderen technischen Pflanzelementen benötigen die Pflanzen nicht mal mehr Kontakt zum gewachsenen Boden. Grün statt grau – dieses Prinzip hat der Botaniker und Pflanzenkünstler Patrick Blanc unter anderem in Paris, London und Berlin eindrucksvoll umgesetzt. Dort sind riesige Pflanzenbilder an den Wänden von Kaufhäusern und anderen großen Gebäuden entstanden, ohne dass die Pflanzen in Erde wurzeln.

Effiziente Flächennutzung

Auch der klassische Weg der vertikalen Begrünung hat seinen Reiz. Er benötigt nur ein
Minimum an Grundfläche: Wilder Wein (Parthenocissus) beispielsweise erfordert keine
besonderen technischen Voraussetzungen für effektvolle Wandbegrünungen, denn er
kann aus eigener Kraft in die Höhe wachsen. Die schön geformten großen Blätter bieten im Herbst ein farbenfrohes Schauspiel, sie leuchten dann feurigrot. Der Efeu zeigt sich dagegen wenig beeindruckt von den vier Jahreszeiten: Auch im Winter schmückt ihn sein grünes Blätterkleid. Andere schöne Kletterpflanzen sind Trompetenblume (Campsis), Clematis, Schlingknöterich (Fallopia, früher Polygonum), Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), Geißschlinge (Lonicera), Kiwi (Actinidia) und Weinreben (Vitis vinifera). 

Schöner sitzen: rundum grün

Kletterpflanzen sind ideal, um eine Veranda oder eine Sitzecke zu verschönern und in ein grünes Wohnzimmer im Freien zu verwandeln. Sie bringen Farbe und manchmal sogar Duft oder Früchte in den Garten. Selbst auf kleinster Grundfläche sind sie eine
Bereicherung. So reicht manchmal schon das Entfernen einer Steinplatte neben der
Haustür, um einen neuen Standort für eine Kletterpflanze zu schaffen. Es lohnt sich, die Augen offenzuhalten und Stellen zu entdecken, die mit Kletterpflanzen verschönert
werden können. Auch eine Beratung durch einen Experten aus dem Garten- und
Landschaftsbau hilft, um die dritte Dimension besser zu nutzen. Die Fachleute können
Ideen entwickeln und umsetzen, damit auch kleine Gartenräume mit Kletterpflanzen groß rauskommen.

Kletterhilfen

Manche Kletterer können direkt an eine Mauer oder einen Zaun gepflanzt werden und
wachsen selbstständig in die Höhe. Andere – wie der Blauregen oder die Kletter-Hortensie – brauchen Unterstützung durch ein Spalier oder stabile Drähte. Wer sich nicht sicher ist, sollte das Anbringen eines stabilen Spaliers oder von Spanndrähten als Kletterhilfe einem Landschaftsgärtner überlassen. Er kennt die Ansprüche der Pflanzen und weiß, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich die Kletterpflanzen gut entwickeln und guten Halt finden. Sicherheitshalber sollten Kletterhilfen sehr stabil sein. Der Blauregen zum Beispiel kann große Höhen erreichen und ist dann ein wahres Schwergewicht. Diese wuchsfreudige Pflanze beeindruckt im Frühling mit langen Blütentrauben in wunderschönen Blautönen oder auch in Weiß. Auch für die Kletter-Hortensie kann ein Spalier sinnvoll sein. Sie hat zwar, wie andere selbstkletternde Pflanzen, Haftwurzeln, doch auch Kletter-Hortensien können ein beträchtliches Gewicht erreichen. Ein Spalier bietet ihnen darum besseren Halt.

Schön und nützlich

Viele Rosen können ebenfalls klettern. Sie bilden dann zum Beispiel einen romantischen, blühenden Rahmen für Fenster oder Türen. Mit Rosenbögen, einem Pavillon, einem Carport oder einer Pergola und blühfreudigen Kletterrosen lässt sich ebenfalls die dritte Dimension nutzen und mehr Farbe in kleine Gärten bringen. Wer eine Pergola oder ein Carport aufstellen möchte, sollte die Erfahrung von Landschaftsgärtnern nutzen, damit ein sicherer Stand gewährleistet ist. Solide Fundamente und an den Standort angepasste Pflanzen sind wichtige Voraus-setzungen, um lange Freude an dieser Form der vertikalen Begrünung zu haben. Kletternde Pflanzen sind nicht nur schön, sie sind außerdem wertvoll für heimische Tiere, denn sie bieten ihnen Lebensraum, Schutz und manchmal auch Nahrung. Ältere Efeupflanzen beispielsweise bilden im Herbst erbsengroße, anfangs violette, später schwarzblaue Früchte, die eine wertvolle Nahrungsquelle für hier überwinternde Vögel sind. Darüber hinaus verbessern Kletterpflanzen das Kleinklima, sie können Wände schützen und zur Wärmedämmung beitragen. So verbinden sie auf natürliche Weise Schönheit und Nutzen.

Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau